Spielend ins Gespräch kommenGruppenspiele zum Thema Kommunikation

Kommunikation ist ein wesentliches Element dieser Gruppenspiele. Die Spieler müssen miteinander in Beziehung treten, sich abstimmen und über die Regeln verständigen.

Spielend ins Gespräch kommen
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Dorfversammlung

Die Spieler im Stuhlkreis stellen die Bewohner eines Dorfes dar. Der Spielleiter ist der Bürgermeister; links von ihm sitzt sein Vize, rechts neben ihm befindet sich der „Narr“. Der Bürgermeister beginnt – beispielsweise mit dieser Aussage:
„Einst ging ich durch die Straßen meines Dorfes und traf die Laura!“ Die angesprochene Laura fragt:
„Wen – mich?“ Weiter geht der Dialog: „Ja, dich!“
„Mich nicht!“
„Wen dann?“
Laura nennt einen anderen Spieler. Der Betreffende fragt:
„Wen – mich?“
Und dann geht es auf die bekannte Weise weiter. Bürgermeister, Vize und Narr dürfen nicht mit ihren Namen, sondern müssen in ihren Rollen angesprochen werden. Wer einen Fehler macht, wird Narr und setzt sich neben den Bürgermeister. Die anderen rücken bis zum frei gewordenen Platz auf. Der Bürgermeister beginnt von vorn: „Einst ging ich durch die Straßen meines Dorfes und traf den/die…!“
Variante: Alle Spieler haben einen unterschiedlichen Rang in der Dorfgemeinschaft. Es geht vom niedrigsten, der rechts neben dem Bürgermeister sitzt, und steigt dann mit jedem Stuhl eine Stufe auf – bis hin zum Bürgermeister. Dem Narren sind alle übergeordnet, deshalb sitzt er gleich rechts, der Vize links vom Bürgermeister. Spricht man mit einer höherrangigen Person, so muss man aufstehen.

Tierversammlung

Der Spielleiter weist jedem Spieler heimlich ein Tier zu, das sich stimmlich gut darstellen lässt; durch Einflüstern, einen Zettel oder ein Bild. Jede Tierart sollte etwa gleich häufig vertreten sein.
Die Spieler gehen umher und lassen ihre Tierstimme erklingen. Dadurch versuchen sie, die anderen Tiere derselben Art zu entdecken. Ist dies gelungen, so stellen sie sich als Gruppe zusammen.
Abschließend kann der Spielleiter von jeder Gruppe eine Stimmprobe veranlassen, was für großen Spaß sorgen wird.
Material: eventuell Zettel mit Tiernamen oder Tierbilder

Vieleck

Die Spieler teilen sich in zwei gleich große Gruppen auf. Jede Gruppe erhält ein Rundseil und dazu diese Aufgabe: Die Spieler müssen sich im Kreis aufstellen, das Seil spannen und es nur mit der rechten Hand fassen. So soll ein Vieleck gebildet werden – und zwar mit einer Ecke mehr, als es Spieler in der Gruppe gibt. Eine Zehnergruppe muss also ein Elf-Eck bauen.
Das ist natürlich innerhalb einer Gruppe unmöglich. Die Aufgabe ist nur lösbar, wenn beide Gruppen zusammengehen, ein Spieler jeder Gruppe beide Seile in seine rechte Hand nimmt und damit eine Ecke für beide Gruppen bildet. Das setzt voraus, dass die Gruppen in Kommunikation treten, sich über ihre Aufgabe austauschen und dann die gemeinsame Lösung finden.
Material: zwei Rundseile; zwei Zettel mit Anweisung

Erbsenkönig und -königin

Jeder Spieler erhält vom Spielleiter dieselbe Anzahl Erbsen, Chips oder ähnliche kleine Gegenstände. Nun gehen alle umher, finden sich paarweise wechselnd zusammen und unterhalten sich über beliebige Themen. Dabei darf man die Wörter „ja“ und „nein“ nicht verwenden. Wem dies passiert, der muss seinem Partner eine Erbse abgeben.
Abschließend wird festgestellt, wer die meisten Erbsen hat: Das ist dann der Erbsenkönig oder die Erbsenkönigin.
Material: Erbsen, Chips oder Ähnliches

Notlandung

Jedes Kind stellt sich vor, allein auf einer einsamen, unbekannten Insel zu stranden. Es überlegt und notiert sich zehn Dinge, von denen es glaubt, dass sie ihm in dieser Lage besonders nützlich sind.
Danach finden sich jeweils zwei Spieler zusammen. Sie müssen sich darauf einigen, welche zehn Dinge aus denen, die sie aufgeschrieben haben, sie für besonders wichtig halten – und diese ebenfalls notieren.
Daraufhin geht jedes Paar mit einem anderen Paar zusammen. Diese vier müssen sich dann wieder auf zehn Dinge aus den bereits ausgewählten verständigen.
Abschließend präsentiert jede Gruppe ihre getroffene Auswahl und begründet, warum sie genau diese zehn Dinge in der vorgegebenen Situation für besonders wichtig hält.
Material: Zettel, Stifte

Was fehlt?

In der Mitte des Stuhlkreises legt der Spielleiter verschiedene beliebige Gegenstände aus – und zwar zwei Gegenstände mehr, als es Spieler gibt. Diese sollen sich die Dinge in der Mitte möglichst genau einprägen. Dann schließen alle die Augen. Der Spielleiter gibt jedem einen Gegenstand in die Hand. Aufgabe der Gruppe ist es, gemeinsam herauszufinden, welche beiden Dinge noch in der Mitte liegen. Dazu müssen sie sich gegenseitig darüber informieren, was sie in der Hand halten; und dadurch versuchen zu entdecken, welche beiden Gegenstände niemand in der Hand hat, was also noch in der Mitte liegt.
Material: verschiedene Gegenstände

Wer bin ich?

Der Spielleiter heftet jedem Spieler ein Blatt auf den Rücken, auf dem der Name einer bekannten Persönlichkeit, Märchen-, oder Comicfigur steht. Die Spieler gehen umher und finden sich paarweise wechselnd zusammen. Sie stellen sich gegenseitig zu ihrer Rolle Fragen, auf die man mit Ja oder Nein antworten kann. So versucht jeder herauszufinden, wer er ist.
Material: Zettel mit Namen, Malerkrepp  

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