Editorial

2017 – Was läge näher, als dem großen Reformator Luther ein eigenes Heft zu widmen? Sich im ›Lutherjahr‹ dem Themenschwerpunkt ›Reformation‹ zu widmen, würde die ökumenische und internationale Ausrichtung der Diakonia durchaus widerspiegeln.
Aber – im Redaktionsteam kam uns der Verdacht, dass Sie, liebe LeserInnen, im Lauf dieses Jahres möglicherweise bereits in unterschiedlichen (Arbeits-)Kontexten die Chance hatten, sich mit Luther zu beschäftigen. Deshalb haben wir uns dazu entschieden, die historische Reformationsthematik in ein größeres Themenfeld einzubetten. Wir bieten Ihnen ein Heft, in dem Sie sich über den gegenwärtigen Stand der Ökumene in christlichen Kirchen insgesamt informieren können. Was also dürfen Sie erwarten?
• Eine konstruktiv-kritische Analyse des Ist-Standes und provokativ vorgetragene Ausblicke auf die Zukunft der Ökumene.
• Nachdenkliche und Brücken schlagende Impulse aus der Sicht einer evangelischen Pfarrerin und renommierten Praktischen Theologin.
• Ein Plädoyer für eine konfessionsübergreifende Vergewisserung des gemeinsamen Glaubens an den christlichen Gott und der Notwendigkeit ›geistgewirkter bzw. geistlicher Einheit‹ als Basis jeglicher ökumenischer Bemühungen.
• Einen perspektivenerweiternden Blick über den europäischen Tellerrand nach Nordafrika, wo es trotz aller Finanzknappheit gelungen ist, im muslimisch dominierten Land Marokko ein ökumenisches Ausbildungsinstitut ins Leben zu rufen.
• Eine fundierte Zusammenstellung der historischen (Auseinander-)Entwicklung und ökumenischer Annäherungsbemühungen zwischen orientalischen Kirchen und der katholischen Kirche.
• Einfühlsame Überlegungen zur ›Ausnahmegemeinschaft‹ Taizé als gelebte ökumenische Bewegung.
• Eine spannende Darstellung der Rezeptionsgeschichte eines oftmals nicht einmal bekannten wegweisenden ökumenischen Basisdokumentes.
• Sowohl ernüchternde als auch Mut machende persönliche Erfahrungen mit eigenen ökumenischen Initiativen im pastoralen Alltag.
Die Schriftleitung und das gesamte Redaktionsteam, v. a. aber Klaus Vellguth als Heftverantwortlicher, wünschen Ihnen sonnige (Rest-)Sommertage und die Muße, sich entspannt auf das Ökumene-Thema einlassen zu können.

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