Editorial

Der Wechsel vom zu Ende gehenden zum neuen Jahr ist stets eine Gelegenheit, die Ereignisse des Jahres noch einmal Revue passieren zu lassen. Auch unserer Zeitschrift steht mit dem neuen Jahr ein Umbruch ins Haus: Ab dem nächsten Heft wandert DIAKONIA von der Universität Freiburg/Schweiz an die Philosophisch-Theologische Hochschule Vallendar, wo die Redaktionsaufgaben zukünftig von einem Team um die neue Schriftleiterin Prof. Dr. Dr. Doris Nauer übernommen werden. Grund genug für die scheidende Redaktion, die Gelegenheit zu nutzen und auf das von dieser und den vorigen Redaktionen Geleistete zurückzublicken: Auf immerhin 44 Jahrgänge DIAKONIA!
Nachdem die Jahrgänge untereinander aufgeteilt waren, machten sich Redaktionsmitglieder daran, die Texte zu sichten und schnell wurde aus den eifrig hin und her gemailten Zwischenberichten deutlich: Wir hatten uns da auf eine echte Schatzsuche begeben. Mit den Autoren der Beiträge zogen große Namen an uns vorbei, welche die theologische Landschaft in den vergangenen vier Jahrzehnten maßgeblich geprägt haben. Und: Sie alle haben DIAKONIA als das Medium gewählt, mittels dessen sie ihre Gedanken der Öffentlichkeit zugänglich machten, was uns stolz macht auf diese Zeitschrift. DIAKONIA hat die theologischen und pastoralen Entwicklungen seit ihrer Gründung im Jahr 1970 nicht nur beobachtend begleitet, sondern kritisch dazu Stellung genommen und quer- oder weitergedacht und so an der einen oder anderen Stelle auch beeinflusst. Die Themen, die in 257 bislang erschienenen Heften bearbeitet wurden, standen manchmal gegen den Strom der im kirchlichen und gesellschaftlichen Kontext gängigen Sujets und waren stets am Puls der Zeit. Sie benennen zentrale Punkte der Theologie und kirchlichen Praxis und manche dieser Aussagen sind bis heute (erschreckend) aktuell und, in unseren Augen, sogar zukunftsweisend. Um diesen Zug aufzuzeigen, ist den ausgewählten Texten ein kurzer Kommentar von Redaktionsmitgliedern zur Seite gestellt.
Begeben Sie sich mit uns gemeinsam auf eine Reise durch 44 Jahrgänge einer frischen, mutigen, mitunter streitbaren und stets unbestechlichen DIAKONIA . Erleben Sie mit uns die Freude, die es macht, sich mit der Reflexion und Weiterentwicklung der pastoralen Praxis unserer Kirche zu beschäftigen – weil sie stets lebendig ist uns miteinander in Dialog bringt und nie kalt lässt. Diese ansteckende Freude wünsche ich Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, und der neuen Redaktion von DIAKONIA und bedanke mich auch im Namen der scheidenden Redaktion und in Erinnerung an unseren früheren Schriftleiter Michael Felder für drei gute Jahre mit DIAKONIA .

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