Über diese Ausgabe

Schwerpunkt

  • Plus S. 5-9

    Oasen des Alltags neu entdeckenSpirituelle Oasen als Kraftquellen

    Das Wort „Oase“ kommt vom griechischen „Oasis“. Die Griechen haben dieses Wort von den Ägyptern übernommen. Die Ägypter hatten Erfahrungen mit der Wüste. Doch in der Wüste gibt es Oasen, gibt es fruchtbare Wasserstellen. In der Oase wachsen mitten in der Wüste fruchtbare Bäume, Gemüse und Früchte. Da entsteht mitten in der Wüste Leben. Und man kann sich dort niederlassen, sich erfrischen und stärken. Das ist ein Bild für unser Leben.

  • Plus S. 11-14

    Anmerkungen zur Gestaltung der UrlaubszeitUrlaub mit Gott

    Vor Beginn einer Urlaubsreise machte ich einen Besuch in einem Karmelitinnenkloster. Am Ende eines herzlichen Gespräches meinte die Oberin: „So, und jetzt auf in die Ferien! Urlaub mit Gott, aber nicht Urlaub von Gott!“ Schön gesagt, aber wie macht man das? Wie wird der Urlaub zu einer geistlichen Zeit, zur Kraftquelle für den seelsorglichen Dienst das ganze Jahr über? Dabei denken wir nicht nur an die Urlaubsreise, sondern auch an jegliche Auszeit, etwa im Elternhaus oder bei Verwandten, in einem Kloster oder bei einem Freizeitprogramm.

  • Plus S. 15-18

    Spirituelle Oasen mitten im Alltag„Wenn es dir gut tut, dann komm!“

    Die Überschrift dieses Beitrags ist ein Zitat des hl. Franziskus aus einem Brief an Bruder Leo, dem es zu diesem Zeitpunkt nicht gut ging. Es gibt spirituelle Oasen im Alltag, auch im Alltag von engagierten und manchmal überengagierten Seelsorgern und Seelsorgerinnen – aber man muss um sie wissen, sie aufsuchen und nutzen.

  • Plus S. 20-23

    Die „praktische“ Seite christlicher SpiritualitätÖffne unsere Augen, gib uns das rechte Wort, hilf uns zur rechten Tat

    Mystik und Spiritualität „boomen“, spirituell zu sein ist „in“ – innerhalb wie außerhalb der christlichen Kirchen. Ihre Eindrücke angesichts des weltweiten „Megatrends Spiritualität“ beschrieb etwa Martha Zechmeister CJ, seit der Auflösung der Theologischen Fakultät in Passau Professorin für Systematische Theologie an der UCA in El Salvador, folgendermaßen: „So wie die Supermarktketten für die, die es sich leisten können, weltweit dieselben standardisierten Waren anbieten, so scheint sich ein globalisierter spiritueller Markt zu etablieren. Dabei sind die erfolgreichen ‚global player‘ auf diesem Markt längst nicht mehr nur die traditionellen Kirchen und Religionsgemeinschaften.“

Impulse

Im Blick

  • Plus S. 29-32

    „Am-Ort-Gemeinden“ als spirituelle AndockpunkteOasen flächendeckend

    Wenn wir unseren missionarischen Auftrag, alle Menschen mit der Liebe Gottes in Berührung zu bringen, erfüllen wollen, reichen spirituelle Oasen in Klöstern und anderen besonderen Orten nicht aus. Es braucht viele Oasen vor Ort. Eine klare Option für Dezentralität in den entstehenden großen pastoralen Räumen, das Vertrauen auf die Berufung und Geist-Begabung engagierter Getaufter sowie der Aufbau von sich als kirchliche Gemeinden verstehenden Gemeinschaften in den sozialen Nahräumen und Einrichtungen der Pfarreien sind Voraussetzung und Möglichkeit, eine Vielzahl von erreichbaren geistlichen Erfahrungsquellen zu schaffen.

  • Plus S. 33-35

    Ein sozialpolitisches SpannungsverhältnisEthik und christliche Religion

    Gegenwärtig ist ein klarer Trend an Schulen und Bildungseinrichtungen zu beobachten, den Religionsunterricht durch Ethikunterricht zu ersetzen. Das wird dann entweder so verstanden, dass der Religionsunterricht faktisch zu einem nicht-konfessionellen Ethikunterricht transformiert wird, oder so, dass der Religionsunterricht durch den Ethikunterricht als Werteerziehung substituiert werden soll. Der Unterschied zwischen Ethik und Religion als Unterrichtsfächer wird ebenso wenig mehr gesehen wie der dahinter sich verbergende Unterschied zwischen Theologie und Philosophie. Die Ersetzung des Religionsunterrichts durch Ethikunterricht fungiert als Indikator einer instrumentalisierenden Relativierung christlicher Religion.

Seelsorge in Fülle

Nach-Gedacht

Autoren/-innen